diff --git a/.vscode/settings.json b/.vscode/settings.json
index 8c125bf..a333640 100644
--- a/.vscode/settings.json
+++ b/.vscode/settings.json
@@ -1,6 +1,9 @@
{
"cSpell.language": "en,de-DE",
"cSpell.words": [
- "Chiara"
+ "Chiara",
+ "Hobbithöhle",
+ "Pomorie",
+ "Reinke"
]
}
\ No newline at end of file
diff --git a/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx b/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx
index b3e0df2..0dddb21 100644
--- a/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx
+++ b/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx
@@ -1,7 +1,7 @@
---
title: Bulgarien
subtitle: Harter Stahl im schwarzen Meer
-description: Blablabla
+description: Wart ihr schonmal in Bulgarien? Wir nicht. Das schwarze Meer kennen vermutlich die meisten noch. Gerade, durch die russischen Angriffskrieg hört man das immer mal in den Nachrichten. Entsprechend gespannt sind wir, wie es hier ist...
image:
path: titelbild_bulgarien.jpg
alt: Chiara und Tim haben ihre Beine auf einem Steinwall liegen. Im Hintergrund sieht man das Meer.
@@ -14,68 +14,101 @@ import BlogLink from '../../components/blog/BlogLink.astro'
import SingleImage from '../../components/blog/SingleImage.astro'
import DoubleImage from '../../components/blog/DoubleImage.astro'
-Hier kann man in den Artikel einleiten.
-Evtl. ist es das gleiche wie die Beschreibung.
+Wart ihr schonmal in Bulgarien? Wir nicht. Das schwarze Meer kennen vermutlich die meisten noch. Gerade, durch die russischen Angriffskrieg hört man das immer mal in den Nachrichten. Aber sonst hört man aus Bulgarien nicht so viel. Entsprechend gespannt sind wir, wie es hier ist...
---
## Erster Eindruck
-Bahnhof
+Wir landen. Gerade habe ich noch den letzten Artikel fertig geschrieben. Gerade passiert so viel, ich komme gar nicht mehr hinterher. Hoffentlich passiert mit dem Boot nicht so viel spannendes. Das artet sonst noch in Arbeit aus. Und die haben wir bekanntermaßen absichtlich hinter uns gelassen.
-Komischer Typ
+Vom Flughafen fährt direkt eine Metro zum Bahnhof. Der Kontrast zwischen den 80er Ticketautomaten und dem Kontaktlosen zahlen an den Drehkreuzen lässt uns schmunzeln. Wir nehmen die Automate. Super, um Kleingeld loszuwerden. Eine Fahrt kostet 80 Cent. Egal wohin. Keine Zonen, keine Tarife, nix. So weit so einfach.
-Ticket (Bild von FIP)
+Am Bahnhof angekommen schlängeln wir uns durch die Gassen einer toten Einkaufslandschaft mit vielen Minishops. 90% davon sind leerstehend. Ein martialisches Soviet Denkmal weißt den Weg zu der großen Halle. Der Bahnhof selbst ist sehr schmucklos und augenscheinlich aus einer ähnlichen Zeit, wie das Denkmal davor.
+Einzig ein riesiges Mosaik, dass ankommende Reisende begrüßt ist ein Hingucker.
-Familie aus dem Zug
-Waldbrand
-Transfer
-Hotel in Burgas
+Ticketautomaten sucht man hier vergeblich. Irgendwo steht bestimmt einer, wenn man weiß wo. Alles andere funktioniert über einen der vielen Ticketschalter. Acht von ihnen sind geöffnet. Früher konnte aus etwa 20 Schaltern verkauft werden. Die alte Dame, von der wir die Tickets erwerben wollen ist zum Glück ruhig un routiniert. Etwas wie unseren FIP (Internationale Vergünstigungsberechtigung für Bahnpersonal) hat sie allerdings noch nicht gesehen. Nach etwa 10 Minuten Dinge eintippen und suchen bekommen wir unsere Tickets. Scheinbar sorgt sie sich, dass wir in Bulgarien noch mehr Bahn fahren wollen und tackert kurzerhand einen kleinen Zettel mit einer kurzen Bulgarischen übersetzung an die Ausweise. Absolut pragmatisch. Wir haben ein Upgrade bekommen. FIP+!
+
+{/* TODO: Ticket (Bild von FIP) */}
+
+
+Zum Mittag gönnen wir uns noch die restlichen Leberkäsebrötchen, die wir in Nürnberg gerettet haben. Uns wird bei jedem bissen gewahr, warum wir so etwas nicht mehr kaufen. Aber wegschmeißen wäre schlimmer. Wir haben uns einen netten Platz draußen neben einer ausgestellten alten Dampflok gesucht. Schließlich müssen wir noch ca. 3 Stunden auf die Abfahrt warten.
+
+Wie wir da so sitzen schlender ein Mann, schätzungsweise Anfang 30, an uns vorbei und sagt etwas auf Bulgarisch. Englisch spricht er auch ganz gut und beschließt sich zu uns zu setzen, um seine Zigarette zu rauchen. Der Wind steht ungünstig. Auf die Wendung, die dieses Gespräch jetzt nimmt sind wir nicht vorbereitet. Um es kurz zu machen: Er mag Deutschland nicht, aufgrund der Geschichte. Bzw. weil Bulgarien zwei mal mit gekämpft und auch verloren hat. In dem Krieg der bald kommt (wir sind auch ahnungslos) hofft er, dass Bulgarien nicht nochmal auf der Seite von Deutschland ist. Türken und Griechen mag er auch nicht. Aber er ist ein großer Fan von China. An dieser Stelle offenbart er uns, dass er sich selbst als Rassist bezeichnet. Sein Job: Autos verkaufen, auf dem Bau und an sich selbst arbeiten. Wild!
+
+Dieses Gespräch liegt schwer im Magen. Wahrscheinlich ist eher der Leberkäse schuld, aber es hilft dem ersten Eindruck so oder so wenig. Immerhin verschwindet er genauso plötzlich, wie er gekommen ist. Den Rest der Wartezeit verbringen wir dann doch lieber in der Bahnhofshalle. Hier draußen gibt es mehrere komische Gestalten.
+
+Endlich ist es soweit, dass unser Gleis an der großen Tafel steht. Besonders hilfreich finden wir die Angabe 1N nicht. Der Plan des Bahnhofs meint, dass es mehrere Gleise 1 gibt. Obwohl ich extra im Flugzeug die kyrillische Schrift gelernt habe und das N als I erkenne, kommt mein Gehirn auf Norden. Am Gleisabschnitt 1 East angekommen ergibt das schon mehr Sinn. Ausgeschildert war das alles leider nicht.
+
+Der Zug besteht aus rumpeligen, abgenutzten Wagen, wie man es hier erwarten würde. Dafür, dass wir für eine 6 Stundenfahrt nur ca. 6€ bezahlen kann man natürlich auch keine Neuwagen anschaffen. Unser 8er Abteil ist bis auf 2 Plätze besetzt. Zum Glück ist noch ein Platz für Chiara frei. Die Plätze der Reservierung waren von den Nummern her nebeneinander. Nur leider in verschiedenen Wagen.
+
+Wir kommen mit der Familie im Abteil ins Gespräch. Die Tochter, internationale Augenspezialistin, spricht sehr gutes Deutsch. Außerdem Englisch, Italienisch, Spanisch, Bulgarisch und zwei weitere, die ich vergessen habe. Ihre Eltern leben seit einiger Zeit in Schweden, weil dort die Jobs als LWK-Fahrer besser bezahlt sind. Nach kurzer Zeit haben alle drei reges Interesse an unseren Plänen. Die Tochter spielt fast nur noch Übersetzerin. Die drei Stunden, in denen wir alle Möglichen Themen abklappern, fliegen nur so vorbei. Als wir uns dann verabschieden müssen haben wir uns gegenseitig ins Herz geschlossen. Die Mutter ist besonders traurig und verdrückt sogar eine Träne. Wir haben versprochen sie in Göteborg zu besuchen, wenn wir mit dem Boot dort sind.
+
+Bis es zum Abschied kommt stehen wir allerdings noch 3 Stunden an einem Bahnhof, weil ein Waldbrand, von denen es hier viele gibt, die Weiterfahrt verhindert. Ohne zu wissen, was passiert, ist das besonders nervig. Zum Glück haben wir unsere eigenen Übersetzer gefunden. Nach einer Stunde steht der grobe Plan den Brand mit Bussen zu umfahren und auf der anderen Seite in den dort wartenden Zug einzusteigen. Zwei Stunden später ist es dann tatsächlich auch soweit. Zum Glück gibt es hier viel Schatten und einen Trinkbrunnen. Immerhin sind es 28°C bei klarem blauen Himmel.
+
+Tatsächlich klappt mit dem Bus und Zug alles. Kurz vor 12 liegen wir endlich in unserem Hotel am Stadtrand von Burgas. Der zweite Zug war übrigens ein alter deutscher InterCity ;).
+
+Nach 22 Stunden auf den Beinen...schlafen wir sehr schnell ein.
---
## Das Boot
-abgeholt
-Zustand
-Nessebar
+Am nächsten Morgen lassen wir das Hotelfrühstück links liegen und holen uns im Kaufland nebenan so etwas wie Frühstück. Um 8 entspannt essen ist nicht, da werden wir, freundlicherweise, schon vom Bootseigner abgeholt. Auch Zahnpasta haben wir seit Gestern Abend keine mehr. Die Zeit, um auf dem Parkplatz Zähne zu putzen, haben wir noch.
+Ein Mann, schätzungsweise ende 30, bringt uns nach Nessebar. Dort liegt eine Reinke aus Stahl. Etwa zwei Stunden erkunden wir jeden Winkel. Es ist ein sicheres Boot, aber es ist auch viel kaputt. Viele Reparierte oder auch neue Dinge sind "russisch" gemacht. Immer wenn wir nach bestimmten Wartungsthemen fragen kriegen wir ein "Ja ja, hab ich gemacht" als Antwort. So richtig glauben wir daran nicht. Auch die Kabinenaufteilung und Größe gefällt uns nicht auf Anhieb. Die Umstände haben sicher etwas damit zu tun, aber so richtig wohl fühlen wir uns nicht. Wer weiß, was noch alles kaputt ist. Spätestens, als er uns erzählt, dass das Boot 11 kn segelt und keine Leichtwindsegel bräuchte, da es kein schnelles Boot sei, fühlen wir uns bestätigt. Fun Fact: Er fährt nur mit Vorsegeln, nie mit dem Groß...
+
+Um die Eindrücke sacken zu lassen besuchen wir Old Nessebar. Eine wunderschöne byzantinische Stadt und schon wieder ein UNESCO-Weltkulturerbe (wie Brügge). An einer Bäckerei gibt es leckere Teigtaschen, die wir uns als Mittag einverleiben. Essen für 2€ geht immer.
+
+Nun warten wir auf den Bus nach Pomorie, wo unsere Unterkunft liegt.
---
## Zwangsurlaub
-6 Tage bis nächstes Boot
+Da wir das nächste Boot in England erst in 6 Tagen besichtigen können und das Boot in Spanien die Woche danach müssen wir die Zeit noch herumkriegen. Wir haben entdeckt, dass es um einiges günstiger ist, wenn wir in Bulgarien bleiben statt mit einem zwischenstopp über Deutschland. Jetzt beginnt also unverhofft Urlaub :). Auf geht's zum ersten Urlaubsziel:
### Pomorie
-Unterkunft
-Strand
-Aussicht
+Unsere Heimat für die nächsten vier Tage. Genauso wie Burgas ist es eine kleine Stadt, die auf Tourismus ausgelegt ist. Viele Restaurants, Bars, Vergnügungsfahrten mit komischen Piratenbooten, ein Riesenrad...was Touris halt geil finden.
+Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen haben, ein mini Bungalow im Hinterhof eines Hauses (mit einem Kiwibaum!!!), gehen wir an den Strand. Dort trete ich auf eine Art Dorn und mein Fuß blutet ordentlich. Während Chiara drängt zum Arzt zu gehen freue ich mich auf das Wasser. Auch heute sind es schon wieder um die 30°C.
+Die Strandabschnitte gehören größtenteils den Hotels. Entsprechend reihen sich Schirme und liegen zum mieten aneinander. Dazwischen gibt es immer wieder kleine Streifen, "Public Beach".
+
+Uns begegnen Menschen, die sehr dreckig sind. Also nicht ungepflegt, sondern voller Schlamm. Am nächsten Tag entdecken wir auch warum. Weiter hinten am Salzsee holen die Menschen diesen "Heilschlamm", um sich dann am Strand damit einzureiben. Die Liste der heilenden Versprechen ist lang, die der Nebenwirkungen nicht existent. Solltet ihr Probleme haben...suhlt euch :D.
+Realtalk: Das hoch konzentrierte Salz darin soll gut sein. Angenehm ist's bestimmt.
### Burgas
-Park
-Sandfiguren
+Nachdem wir in Pomorie einen großteil der Stadt abgelaufen haben beschließen wir einen Tag in Burgas zu verbringen. Die Stadt ist wesentlich größer. Nach dem schlendern durch die Innenstadt und einem guten Mittag gehen wir in den riesigen Park, der Burgas vom Meer trennt. Hier finden wir ruhige Natur, einen tollen Blick auf das Meer, beindruckende Denkmäler und entdecken immer wieder unerwartete Dinge.
+
+{/* Bilder */}
+
+Dazu gehören unter anderem eine Sandskulpturen Ausstellung und eine Hobbithöhle.
+Wir kehren Abends nach Pomorie zurück und bereiten uns für den nächsten Tag, die lange Rückreise nach Sofia vor.
### Sofia
-Hostel
-Stadttour (Synagoge, Kirche, Berliner Mauer)
+Dieses mal läuft die Zugfahrt ohne Probleme. Nur das Ticket zu bekommen war dieses mal schwieriger. Die Frau am Schalter sprach kein Englisch und wollte uns nur Tickets für die 1. Klasse verkaufen. Steht halt so drauf. Aber natürlich geht die 2. Klasse trotzdem. Nach langem herumtelefonieren stellte sie uns doch zwei Tickets aus und ließ uns...1,02€ bezahlen? Wir müssen sehr doof ausgesehen habe, denn sie gab uns zu bedeuten, dass sie den Zwanziger in meiner Hand nicht akzeptieren würde. Es waren auch tatsächlich die richtigen Tickets. Nur, dass wir 100% Rabatt bekamen und nur die Reservierungen zu zahlen blieben. Beschwert haben wir uns nicht. Fehler passieren. Da sind wir großzügig ;P.
+Vom Bahnhof in Sofia, dem Tiefpunkt dieser Reise, geht's in ein schnuckeliges Hostel mit 4 Bett-Zimmer.
+Sauberes Bad, Spind, Matratzen, die Rückenschmerzen verursachen. Alles, was man braucht.
----
-
-## What's next?
+Den folgenden reisefreien Tag haben wir damit verbracht der vom Hostel vorgeschlagenen Tour durch die Stadt zu folgen. Sofia hat viele schöne und beeindruckende Gebäude. Angefangen von den Regierungsgebäuden und besonders dem Sitz der kommunistischen Partei über die Synagoge, Kirchen, Moscheen und Parks.
-London Trintella
+Die Sicherheitskontrolle für den Eintritt in die SYNAGOGE war krass. Volles Programm. Inkl. dessen, dass Chiara sich für ihren ungewöhnlichen Namen rechtfertigen musste. Das innere war sehr beeindruckend. Ganz anders als christliche Kirchen war es dort warm, hell und bunt. Vergleicht es gerne selbst mit der KIRCHE.
+
+{/* Bilder von Synagoge und Kirche */}
---
-**Fazit Bulgarien, Stadtteil**
+In einem der Parks sind wir dann sogar noch auf ein Stück Berliner Mauer gestoßen. Wo man die nicht überall findet...
+
+**Jetzt sitzen wir hier am Flughafen (ehrlich gesagt liege ich gerade in Südspanien in einem Park) und gucken belustigt zu, wie RyanAir den Leuten Geld für zu großes oder zu viel Handgepäck abnimmt. Wir nennen es: Flughafenkino.
+Mit unserem Gepäck hatten wir bisher keine Probleme. Auch die Menge an Klamotten (6 Unterhosen) erweist sich als absolut ausreichend.
+Wir verabschieden uns von Bulgarien. Der weitere Weg führt uns durch das nächtliche Milano nach London. Die gewonnen Eindrücke werden noch eine Zeit brauchen, bis sie verarbeitet sind. Erstmal bleibt dafür aber wenig Zeit. Wenn ich Bulgarien beschreiben müsste wäre es folgendes: "Es ist hier, wie in diesem einen Viertel deiner Stadt, wo du Nachts nicht durchgehen würdest und es sich auch tagsüber nicht so toll anfühlt. Allerdings gibt es hier ein paar nette Restaurants". Also im übertragenen Sinn. Ihr wisst schon. Wir sehen uns in England! Ciao**