diff --git a/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx b/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx index 93ebdf6..22aca50 100644 --- a/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx +++ b/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx @@ -14,7 +14,7 @@ import BlogLink from '../../components/blog/BlogLink.astro' import SingleImage from '../../components/blog/SingleImage.astro' import DoubleImage from '../../components/blog/DoubleImage.astro' -Wart ihr schonmal in Bulgarien? Wir nicht. Das schwarze Meer kennen vermutlich die meisten noch. Gerade, durch die russischen Angriffskrieg kommt das immer mal in den Nachrichten. Sonst hört man von Bulgarien nicht viel. Umso gespannter sind wir auf dieses Land... +Wart ihr schonmal in Bulgarien? Wir nicht. Das schwarze Meer kennen vermutlich die meisten noch. Gerade, durch den russischen Angriffskrieg kommt das immer mal in den Nachrichten. Sonst hört man von Bulgarien nicht viel. Umso gespannter sind wir auf dieses Land... ---
@@ -32,16 +32,16 @@ Einzig ein riesiges Mosaik, dass ankommende Reisende begrüßt, ist ein Hingucke alt="Chiara vor einem alten Soviet Monument." /> -Ticketautomaten sucht man hier vergeblich. Irgendwo steht bestimmt einer, muss aber versteckt sein. Alles andere funktioniert über einen der vielen Ticketschalter. Acht von ihnen sind geöffnet. Früher konnte aus etwa 20 von ihnen verkauft werden. Die Dame, von der wir die Tickets erwerben wollen ist zum Glück ruhig un routiniert. Sie spricht sogar ein wenig Englisch, denn etwas wie unseren FIP (Internationale Vergünstigungen für Bahnpersonal) hat sie noch nicht gesehen. Nach etwa 10 Minuten Dinge eintippen und suchen, bekommen wir unsere Tickets. Sie scheint sich Sorgen zu machen, dass wir in Bulgarien noch mehr Bahn fahren wollen und tackert kurzerhand einen kleinen Zettel mit einer Bulgarischen übersetzung an die Ausweise. Absolut pragmatisch. Wir haben ein Upgrade bekommen. Фип+! +Ticketautomaten sucht man hier vergeblich. Irgendwo steht bestimmt einer, muss aber versteckt sein. Alles andere funktioniert über einen der vielen Ticketschalter. Acht von ihnen sind geöffnet. Früher konnte aus etwa 20 von ihnen verkauft werden. Die Dame, von der wir die Tickets erwerben wollen ist zum Glück ruhig und routiniert. Sie spricht sogar ein wenig Englisch, denn etwas wie unseren FIP (Internationale Vergünstigungen für Bahnpersonal) hat sie noch nicht gesehen. Nach etwa 10 Minuten Dinge eintippen und suchen, bekommen wir unsere Tickets. Sie scheint sich Sorgen zu machen, dass wir in Bulgarien noch mehr Bahn fahren wollen und tackert kurzerhand einen kleinen Zettel mit einer Bulgarischen übersetzung an die Ausweise. Absolut pragmatisch. Wir haben ein Upgrade bekommen. Фип+! -Zum Mittag gönnen wir uns noch die restlichen Leberkäsebrötchen, die wir in Nürnberg gerettet haben. Uns wird bei jedem Bissen gewahr, warum wir so etwas nicht mehr kaufen. Aber wegschmeißen wäre schlimmer. Wir haben uns einen netten Platz draußen neben einer alten ausgestellten Dampflok gesucht. Es sind noch ca. 3 Stunden bis zur Abfahrt. +Zum Mittag gönnen wir uns noch die restlichen Leberkäsebrötchen, die wir in Nürnberg gerettet haben. Uns wird bei jedem Bissen gewahr, warum wir so etwas nicht mehr kaufen. Aber wegschmeißen wäre schlimmer. Wir haben uns einen netten Platz draußen neben einer alten ausgestellten Dampflok gesucht. Noch ca. 3 Stunden bis zur Abfahrt. -Wie wir da so sitzen, schlendert ein Mann, schätzungsweise Anfang 30, an uns vorbei und sagt etwas auf Bulgarisch. Englisch spricht er auch ganz gut und beschließt seine Zigarette direkt neben uns zu verköstigen. Der Wind steht ungünstig. Er fragt uns ein paar Dinge. Eigentlich ganz nett. Aber auf die Wendung, die dieses Gespräch jetzt nimmt sind wir nicht vorbereitet. Um es kurz zu machen: Er mag Deutschland nicht, aufgrund der Geschichte. Bzw. weil Bulgarien zwei Mal mit DE gekämpft hat und somit auch verlor. In dem Krieg der bald kommt (wir sind auch ahnungslos) hofft er, dass Bulgarien dann auf einer andere Seite kämpft. Türken und Griechen mag er auch nicht. Aber ein großer Fan von China. An dieser Stelle offenbart er uns, dass er sich selbst als Rassist bezeichnet. Sein Job: Autos verkaufen, auf dem Bau und an sich selbst arbeiten. Wild! +Wie wir da so sitzen, schlendert ein Mann, schätzungsweise Anfang 30, an uns vorbei und sagt etwas auf Bulgarisch. Englisch spricht er auch ganz gut und beschließt seine Zigarette direkt neben uns zu verköstigen. Der Wind steht ungünstig. Er fragt uns ein paar Dinge. Eigentlich ganz nett. Aber auf die Wendung, die dieses Gespräch jetzt nimmt sind wir nicht vorbereitet. Um es kurz zu machen: Er mag Deutschland nicht, aufgrund der Geschichte. Bzw. weil Bulgarien zwei Mal mit DE gekämpft hat und somit auch verlor. In dem Krieg der bald kommt (wir sind auch ahnungslos) hofft er, dass Bulgarien dann auf einer anderen Seite kämpft. Türken und Griechen mag er auch nicht. Aber ein großer Fan von China. An dieser Stelle offenbart er uns, dass er sich selbst als Rassist bezeichnet. Sein Job: Autos verkaufen, auf dem Bau und an sich selbst arbeiten. Wild! Die Unterhaltung liegt schwer im Magen. Vielleicht ist es auch nur der Leberkäse. Es hilft dem ersten Eindruck wenig. Immerhin verschwindet er genauso plötzlich, wie er gekommen ist. Den Rest der Wartezeit verbringen wir dann doch lieber in der Bahnhofshalle. Draußen sind zu viele ominöse Gestalten. @@ -78,7 +78,7 @@ Ein Mann, schätzungsweise ende 30, bringt uns nach Nessebar. Dort liegt seine R Zusätzlich wurden wir von nicht weniger als drei Bulgaren gewarnt, dass man hier bei solchen Käufen gerne mal übers Ohr gehauen wird. Das räumt dem unguten Gefühl noch mehr Priorität ein. -Um die Eindrücke sacken zu lassen besuchen wir Old Nessebar. Eine wunderschöne byzantinische Stadt, deren Portal direkt neben dem Hafen liegt. Und schon wieder ist es ein UNESCO-Weltkulturerbe (wie Brügge). An einer Bäckerei gönnen wir uns leckere Teigtaschen mit Käse und Spinat gefüllt. +Um die Eindrücke sacken zu lassen besuchen wir Old Nessebar. Eine wunderschöne byzantinische Stadt, deren Portal direkt neben dem Hafen liegt. Und schon wieder ist es ein UNESCO-Weltkulturerbe (wie Brügge). An einer Bäckerei gönnen wir uns leckere Teigtaschen gefüllt mit Käse und Spinat. Vom Bahnhof in Sofia, dem Tiefpunkt dieser Reise, geht's in ein schnuckeliges Hostel, Vier-Bett-Zimmer. -Sauberes Bad, Spind, Matratzen, die Rückenschmerzen verursachen. Alles, was man braucht. +Sauberes Bad, Spind mit Code, Matratzen, die Rückenschmerzen verursachen. Alles, was man braucht. Den folgenden reisefreien Tag verbringen wir damit der vom Hostel vorgeschlagenen Tour durch die Stadt zu folgen. Sofia hat viele schöne und beeindruckende Gebäude. Angefangen bei den Regierungsgebäuden, besonders dem Sitz der kommunistischen Partei sowie Kirchen, Moscheen, Parks und die Synagogen.