diff --git a/blog/public/blog_img/england/glocke_chiara.jpg b/blog/public/blog_img/england/glocke_chiara.jpg
new file mode 100644
index 0000000..37a649e
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/glocke_chiara.jpg differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/glocke_tim.jpg b/blog/public/blog_img/england/glocke_tim.jpg
new file mode 100644
index 0000000..b57dda0
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/glocke_tim.jpg differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/mini_pool.jpg b/blog/public/blog_img/england/mini_pool.jpg
new file mode 100644
index 0000000..ab72813
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/mini_pool.jpg differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/regen.jpg b/blog/public/blog_img/england/regen.jpg
new file mode 100644
index 0000000..8fb2f4b
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/regen.jpg differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/titelbild_england.jpg b/blog/public/blog_img/england/titelbild_england.jpg
new file mode 100644
index 0000000..4efe2e0
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/titelbild_england.jpg differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/trintella.webp b/blog/public/blog_img/england/trintella.webp
new file mode 100644
index 0000000..33dee26
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/trintella.webp differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/watt.jpg b/blog/public/blog_img/england/watt.jpg
new file mode 100644
index 0000000..2ee0775
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/watt.jpg differ
diff --git a/blog/public/blog_img/england/wolken.jpg b/blog/public/blog_img/england/wolken.jpg
new file mode 100644
index 0000000..309d7b9
Binary files /dev/null and b/blog/public/blog_img/england/wolken.jpg differ
diff --git a/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx b/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx
index f7a24dc..10d7282 100644
--- a/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx
+++ b/blog/src/pages/blog/5_Bulgarien.mdx
@@ -8,7 +8,7 @@ image:
author: Tim
date: 2026-09-15
slug: bootsuche-bulgarien
-time2read: 0
+time2read: 12
---
import BlogLink from '../../components/blog/BlogLink.astro'
import SingleImage from '../../components/blog/SingleImage.astro'
diff --git a/blog/src/pages/blog/6_England.mdx b/blog/src/pages/blog/6_England.mdx
new file mode 100644
index 0000000..939835f
--- /dev/null
+++ b/blog/src/pages/blog/6_England.mdx
@@ -0,0 +1,115 @@
+---
+title: England
+subtitle: It's gettin' british, my dear!
+description: Auf geht's nach Milano! Aber Moment mal...der Artikel heißt England?! Da kann irgendwas nicht stimmen. Ich frage mal in der Redaktion, ihr lest währenddessen einfach schonmal weiter.
+image:
+ path: titelbild_england.jpg
+ alt: Chiara steht mit ausgebreiteten Armen auf einem Steg, der über eine Meile lang ist. Im Hintergrunde sieht man, weit weg, die Stadt Southend-on-Sea.
+author: Tim
+date: 2026-09-20
+slug: bootsuche-england
+time2read: 1000000
+---
+import BlogLink from '../../components/blog/BlogLink.astro'
+import SingleImage from '../../components/blog/SingleImage.astro'
+import DoubleImage from '../../components/blog/DoubleImage.astro'
+
+Nach einer langen wartezeit in Bulgarien freuen wir uns auf neu Gefilde. Irgendwann werden solche Reisen auch anstrengend. Da hilft die Ablenkung durch wechselndes Umfeld. Wenn dabei aber der Schlaf leidet wird's eklig.
+
+---
+
+## Flucht vor dem Sonnenaufgang
+
+Wir machen uns auf, zum Flughafen von Sofia. Es wird der einzige bleiben, den wir zwei Mal beehren. Es ist schon später Nachmittag. Den Tag haben wir bis hierhin in der Lobby des Hostels mit Lesen, schreiben und programmieren verbracht. Man kann hier ganz gut sitzen, es ist nicht zu warm und Strom gibt es auch. Ein großer Vorteil gegenüber einem Hotel. Da wäre mir neu, dass man am Abreisetag noch lange geduldet wird.
+
+Unser Flug geht spät Abends gegen 23 Uhr. Geplante Landung: Kurz vor eins in Milano Bergamo. Die wollten doch nach England denkt ihr jetzt sicher. Stimmt auch, war aber günstiger so. Fliegen ist halt absurd. Oder absurd teuer. Dazwischen findet sich wenig. Der zweite Flug bringt uns dann nach London Stansted. Mit dem fliegen wir sogar kürzer als der Bustransfer von Milano Bergamo nach Milano Malpensa dauert. Einmal quer auf die andere Seite der Stadt. Etwas über 100km. Ein Abenteuer zu dieser Zeit. Wir haben Glück, dass die Flugzeiten mit denen der Busse gut zusammenpassen. In Milano selbst stehen wir ca. eine Stunde am Hauptbahnhof. Die Stadt ist sehr lebendig für zwei Uhr morgens. Ob der Abend beginnt oder gerade endet können wir nicht sagen.
+
+Trotz der Umstände fühlen wir uns sehr wohl in dieser Stadt. Es ist hell, sauber, wir sehen beeindruckende Gebäude. Allein der Bahnhof scheint uns einen Besuch wert. So stelle ich mir Walhalla vor. An einem kleinen Kiosk holen wir uns ein frisch zubereitetes Sandwich. Baguette, Käse, Tomate, Salat, Olivenöl. Balsam für die Seele. Was für ein Glück wir doch haben. Sonst hätte nur noch der McDonalds in 2km Entfernung geöffnet gehabt. Warum auch immer wir um diese Zeit hunger haben. Muss irgendwas mit der Zeitverschiebung zu tun haben...
+
+Mit dem Transfer nach Malpensa klappt schließlich auch alles und kurz vor 6 sitzen wir nächsten Aluminiumvogel. Dieses mal wirklich auf dem Weg nach England.
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+## Kulturschock
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+Wir erkennen es schon kurz bevor wir landen. Hier ist etwas anders. Wolken! Diese bauschigen Schattenspender haben wir seit Tagen nicht mehr gesehen. Auch beim Ausstieg aus dem Flieger werden wir nicht, wie bisher gewohnt, von einer warmen Wand umarmt und greifen auch nicht nach den Sonnenbrillen. Willkommen in England. Kurz vorher muss es hier geregnet haben. Alles ist nass. Einen Schirm haben wir sogar im Gepäck, extra für England.
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+Wir müssen nach Chelmsford, dort werden wir abgeholt. Der richtige Bus ist schnell gefunden. Und dank irgendeiner Verordnung in Essex dürfen Überlandbusse nicht mehr als £3 kosten. Ein Schnapper. Aus der ersten Reihe, der zweiten Etage haben wir perfekten Blick durch die Frontscheibe. Die Englische Bauweise ist einzigartig. Immer gleich aussehende Reihenhäuser, dazwischen alles zubetoniert, 0,5m² Pseudo-Vorgarten mit einem Buchsbaum, wenn's gut läuft. Ein bisschen trist. Keine Individualität. Später erfahren wir auch warum das so ist: Nur Firmen dürfen Bauland erwerben. Für Privatpersonen ist es mindestens schwieriger.
+
+In Chelmsford vertreiben wir uns noch etwas die Zeit, bis wir von Sebastian, dem Bootseigner abgeholt werden. Er nutzt seinen freien Tag, um sich uns ganz widmen zu können. Sogar frühstück und Marsala-Chai hat er uns mitgebracht. Super lieb! Und notwendig. Die zwei Stunden Zeitverschiebung zu Bulgarien beschweren uns den Mittagshunger schon um neun.
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+## Die Trintella IV
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+Nach etwa einer Stunde Fahrt auf der falschen Straßenseite kommen wir am Hafen von Bradwell an. Meilen und Yards benutzen diese Barbaren auch noch...
+Hier steht die Trintella aufgebockt an Land. Das stört uns gar nicht, so können wir das Unterwasserschiff begutachten. Das Schiff ist das erste mit zwei Masten(Ketch). Zudem hat es auch noch 2 Vorsegel (Kutter getakelt). Das gefällt uns sehr, weil man sehr flexibel mit der Segelfläche ist. Bei wenig Wind hat man viel davon. Bei viel Wind kann man immer mehr davon einzeln wegnehmen. Kein Grund ganze Segel zu tauschen. Außerdem Verteilt sich die Last auf beide Masten, die zudem noch überdimensioniert abgesichert sind. Ein hohes Maß an Sicherheit.
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+Stauraum gibt es unglaublich viel und mehrere flexible Schlafmöglichkeiten.
+Die Küche ist etwas klein, der Kühlschrank auch und zudem doof positioniert.
+Wie bei jedem der Schiffe, die wir im Blick haben, gibt es einige Kompromisse. Nichts, was wir nicht hinbiegen könnten.
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+Etwa 5 Stunden verbringen wir auf der Uvendeli. Der Name stammt übrigens aus Norwegen. Den haben sich die Kinder der letzten Eigner ausgedacht.
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+Spätestens jetzt sind wir fertig. Bei den Booten auf alles genaustens zu achten und die Gefühle, die aufkommen aufzusaugen, strengt an. Auch ohne die 30 Stunden ohne Nennenswerten Schlaf wäre der Tag hier vorbei.
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+Sebastian ist noch so freundlich und fährt uns zu unserer Unterkunft in Southend-on-Sea. So sind wir schnell dort und müssen uns nicht noch mit Bussen und Bahnen beschäftige. Was für ein Service! Noch mal lieben Dank dir!
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+## Southend-on-Sea
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+Die Häuser vor denen wir abgesetzt werden sehen aus wie all die anderen Reihenhäuser. Kurz sind wir stutzig, haben wir doch ein Hotel gebucht.
+Aber nein, die Adresse stimmt.
+Nur das Schild an der Tür daneben bringt uns Sicherheit. Dort steht auf einem A3 Blatt: "Hört auf hier zu klingeln. Das Sea Breeze Hotel ist hier ->". Da haben scheinbar ein paar Menschen die 2 und die 3 verwechselt ^^.
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+Im Inneren erkennt man sofort den Charme von wohnlich sterilen Hotelfluren.
+Der "CheckIn" passiert ganz unüblich im Flur mit einem Typen, der uns auf seinem Handy Screenshots zeigt. Das Geld für die Unterkunft sollen wir überweisen. Keine Karten oder Barzahlung. Keine Informationen vor der Anreise. Das kommt uns alles Spanisch vor. Dabei geht's da erst in zwei Tagen hin. Glücklicherweise habe ich eine Internationale Zweitbank, mit der ich auch auf britische Konten überweisen kann. IBAN fehlanzeige. Haben die Briten so was nicht?! Ein Foto der Überweisungsbestätigung von meinem Handydisplay aufgenommen ist dem Prozedere scheinbar genüge getan und wir bekommen unsere Schlüssel. Am Zimmer selbst ist nichts auszusetzen. Ab jetzt können wir dort den verpassten Schlaf nachholen und wieder etwas ähnliches wie einen Rhythmus etablieren.
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+Und wie wir nachholen mussten. Ohne Wecker sind es fast 10 Stunden Schlaf geworden. Gegen 8 also Frühstücken, ein halbes belegtes Baguette und jeweils eine Birne. Und dann sitzen wir da...in Southend. Was man hier machen kann? Gute Frage. Schlendern und die Gegend erkunden geht immer. Wir sehen die typischen Englischen Reihenhäuser, kleine Parks, eine lange Einkaufsstraße und dann endlich das Meer. Alles andere hätte uns beim Stadtnamen (-on-Sea) auch enttäuscht. Hier bietet sich ein tolles Panorama auf die unter Ebbe leidende Küste. Wir setzten uns ans Wasser und beobachten, wie das Wasser immer näher kommt. Bei jedem Aufblicken ist man erneut überrascht, wie schnell es geht. Als Wasserstands-Messer dient uns ein Segelboot mit Kimmkiel, dass auf dem trockenen sitzt. Schon cool, wenn man in solchen Gebieten einfach nah an der Küste trocken fallen kann. So kann man auch regelmäßig das Unterwasserschiff begutachten.
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+Mitten durch das Meer zieht sich eine Pier. Aber nicht irgendeine, sondern die längste Europas! Über eine Meile lang. 86 Doppeldecker Busse...oder so ^^.
+Warum? Gute Frage. Wissen wir nach dem Besuche auch nicht. Es ist aber sehr meditativ bis zum Ende und zurück zu schlendern. Theoretisch gibt es am Ende ein paar Geschäfte. Die waren aber so busy, dass wir kein Eis ordern konnten.
+Wer die Strecke nicht laufen will kann übrigens eine Bahn nehmen, die die Gesamte Strecke fährt ;). Kostet aber extra.
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+Das Wetter zeigt sich übrigens von seiner besten britischen Seite und beschwert uns nicht nur Trockenheit, sondern auch ein paar sonnige Stunden am Nachmittag.
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+Immer noch aus dem Rhythmus beschließen wir am Abend noch zwei Hunger Games Filme zu gucken. Danke an die Person, die ihren BBC Account eingeloggt gelassen hat :D. Die Auswahl ist echt grandios. Da könnten sich unsere Öffentlich-Rechtlichen eine Scheibe von Abschneiden. Wobei auch da schon viel gutes läuft.
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+Chiara hält beide Filme durch die Stellung. Beim zweiten bekomme ich den Anfang und das Ende mit. Normalerweise ist das andersherum. Verkehrte Welt hier bei den Rechtslenkern...
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+Am nächsten Morgen dürfen wir mal entspannt machen. Der Flug geht erst gegen 10.
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+**England war ganz anders als Bulgarien. Die Umstellung im Kopf dauert immer eine Weile. Die Reise per Flugzeug reist einen aus seiner Umgebung heraus und lässt einen in eine andere hineinfallen. Mit dem Rad oder per Boot ist das wesentlich smoother. Bald soll es ja aber schon soweit sein. Wir freuen uns darauf. Bis dahin packen wir noch die letzte Auslandsetappe. Auf nach Spanien, zurück in die Sonne B)**