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title: Ostseeurlaub
subtitle: Finden wir ein Boot? Suchen wir überhaupt oder faulenzen wir nur?
description: Ostseeurlaub bedeutet für mich ganz viele Kindheitserinnerungen. Besonders diese Woche war vollgepackt davon. Hier meine Reiseempfehlung...
image:
path: ostsee.jpg
alt: Chiara und Tim vor einem Strand
author: Tim
date: '2026-08-XX'
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Eigentlich soll es hier um unser (zukünftiges) Boot und die Segelreisen gehen.
Bis wir davon berichten können dauert es aber noch ein bisschen. Was wir bis dahin machen? Na
wenn ihr es unbedingt wissen wollt... bitte schön :)
## Ostseecamp Rerik
Unser erstes light-Abenteuer führte uns an die Ostsee. Das folgt aus dem genialen Plan meiner Mutter, dass mein kleiner Bruder sicher auch mitkommt, wenn ich dabei bin. Da Ostsee für mich viele Kindheitserinnungen birgt und wir sowieso Urlaub haben waren wir sofort dabei.
Freitag morgen fuhren wir 5 Uhr morgens mit vollem Auto los. Chiara war da bereits in Kiel und beging den letzten Tag ihres Praktikums in einer Werft. (Vielleicht teilt sie diese Erfahrung auch noch in einem Post). Sie kam am Abend mit Zug und Fahrrad zu uns.
Das Ostseecamp kannte ich schon aus den letzten drei Urlauben (vor 2017) und unser Platz hatte perfekten zweite Reihe Blick auf das Meer. Dass das Animationsprogramm an diesem Tag bis 23 Uhr ging wollte mir, im Schlafsack liegend, nicht einleuchten. Ab 10 ist Nachtruhe!
## Tschu Tschuuuu
<img src="/src/assets/blog_img/ostsee/molly_1.jpg"
alt="Chiara und Tim stehen vor der Dampflok Molly"
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Da wir nur eine Woche hatten (sonst waren es drei), machten wir uns einen straffen Plan.
Station Nummer 1 war eine Fahrt mit der Molly. Die Schmalspurbahn zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan. Das Ruckeln, der Windzug und dicke schwarze Rauch sind immer wieder ein herliches Erlebnis und nur ein geringer Preis dafür, Pünktlich zu sein. Looking at you, Fernverkehr!
Vorbei an Heiligendamm, der Pferderennbahn, durch Felder und Wälder.
Das Kloster in Doberan zu besichtigen taugt gut als Pause, bis es wieder zurück geht.
In Kühlungsborn schloss sich dann ein teueres Essen (dort Normal) und ein Strandbesuch an.
Es dauert zwar ein bisschen, bei genauen Suchen findet sich zwischen den Strandkörben, Menschen und Sandburgen auch etwas Strand.
Hier kommen wir schon zu einem Highlight meines Urlaubs: Chiara, die das erste Mal in Wellen springt. Erst zögerlich und dann mit immer mehr Inbrunst. Eine Stunde vergeht sehr schnell, wenn man gegen die Macht des Meeres ankämpft.
Früher liebte ich es mich bei Sturm herumwirbeln zu lassen. Beim Blick zurück war der Strand dann meist schon Menschenleer und nur ein besorgtes Familienmitglied Stand am Strand. Vor 20 Jahren waren die Wellen auch viel größer als heute. Oder ich war kleiner...
## Toms Erlebnis-Dorf
Nächster halt war **Karls Erlebnis-Dorf** in Rövershagen. Eine Kindheitserinnerung, die sehr viel jünger ist als die meisten anderen. Trotzdem magisch.
In diesem zusammenhang muss ich immer an Tom denken, einen lieben Kollegen. Er hat in seiner Jugend im Karls Erlebnis-Dorf bei Berlin in der Pfannkuchen-Schmiede gearbeitet. Liebe Grüße!<br>
*PS: Es gibt keinen herzhaften veggy Pfannkuchen. Skandal!!11!*
Dieses erdbeerige Vergnügungsparadies bietet eine Menge Atraktionen für Familien. Vom Erdbeer-Schnaps über das Stockbrot bis zur saucoolen Murmelbahn.
Hier eine Liste mit allem, was wir gemacht haben:
- Treggerbahn
- Majas wilde Schwestern
- Markthallen-Achterbahn
- Erdbeer Raupenbahn
- Spedition (Oink! Määäh!)
- Baustellen-Hochseil-Parkour
- Aquarium :(
- grusel Haus
- Maislabyrint (nicht besinders hoch, wegen Wassermangel)
- Kartoffelsack-Rutsche
- Maisbad
- Kuhstall-Tornado
- Karlossos
- Eiswelt
Immer wieder fantastisch und die 25€ fürs Tagesticket absolut wert. Loszulassen und wie ein Kind begeistert von Attraktion zu Attraktion zu rennen fällt uns hier wirklich einfach. Besonders schön ist es mit Chiara, die dieses bunte Dorf zum ersten Mal entdeckt.
## Doch ein bisschen Segelboot und Störtebeker
Mittwoch ist der große Tag für Störtebeker. Das Open-Air Theater auf der großartigen Naturbühne Ralswiek. Als Kind war es eine Konstante im Rügenurlaub. Rerik ist zwar 2,5 Stunden entfernt, aber die nehmen wir gerne in Kauf.
Als zwischen Stopp gucken wir uns in Rostock die schönen Traditionssegler an, die für die HanseSail im Stadthafen liegen.
Ganz uneigentnützig ist der Besuch in Rostock allerdings auch nicht. Wir haben endlich den Termin mit unserer Bootsberaterin. Dafür suchen wir uns einen ruhigen Ort mit stabilem Netz. Für beides taugt der Campingplatz nicht.
Die 3,5 Stunden vergehen wie in voller Fahrt und wir habwn ein super Gefühl. Marie hilft uns mit ihrem Wissen und erfragt Dinge, über die wir uns noch keine Gedanken gemacht haben. Wenn ich mindestens eins mitgenommen habe: Immer prüfen aus welchem Stahl die Edelstahlkette ist. Sonst lieber wegschmeißen :D
In den nächsten Wochen erhalten wir konkrete Rückmeldungen vom Bootsmarkt und dann heißt es: Boote besichtigen! :)
Wir nehmen euch natürlich mit (metaphorisch!).
Aber nun ab zu den Störtebeker Festspielen, wir sind spät dran.
Wem dieses Erlebnis bisher noch nicht zuteil wurde: wir können es nur wärmstens empfehlen! In den letzten 4 Jahren haben wir es immer geschafft und sind weiterhin große Fans. Dafür lohnt sich auch mal ein verpennter nächster Tag.
Spoilern werde ich natürlich nicht. Nur soviel: So'n Feuerball, Junge!
## Zufälle
Der letzte Tag verläuft eher typisch. Lange schlafen. Lesen. Kleine Spaziergänge. Eis essen.
Nach so viel Aktion brauchen wir das auch mal.
Während mein kleiner Bruder am Volleyball Tournier mit seinen Aufschlägen anderen Menschen physische Schmerzen bereitet entdecke ich, dass der Mensch, der meinen Laptop kaufen will, in Wismar wohnt.
Nur 30 Fahrrad und 20 Bahnminuten von uns entfernt.
Den bringe ich ihm direkt vorbei und wir Unterhalten uns noch nett.
Mit dem neuen Laptop sind wir übrigens SEHR zufrieden ;). Der Framework 13 Pro ist wahrlich ein Meisterwerk.
Diese Woche war vollgepackt mit Kindheitserinnerungen, Erholung und leichtem Abenteuer. Das Wetter hätte nicht besser sein können. Zu sagen, dass wir es genoßen hätten wäre eine Untertreibung. Entsprechend erholt sind wir danach. Bereit für das nächste Abenteuer. Zeit für Kontrast zum Strand...

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