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ebby 2026-08-25 21:30:46 +02:00
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@ -18,7 +18,11 @@ Wie das funktioniert erfahrt ihr im Artikel.
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Chiara meint ich solle eine Kurzfassung anbieten, weil der Artikel so lang ist.
Schöne Woche, jederzeit wieder.
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## Es gibt immer einen Zug ~~früher~~ später ## Es gibt immer einen Zug ~~früher~~ später
Ich schlage die Augen auf. Wir liegen auf der Couch im Wohnzimmer meiner Schwester. Sie ist mit ihrer Familie im Urlaub und wir dürfen hier unterkommen. Die Vögel zwitschern schon und die Sonne taucht die Dachgiebel in goldenes Licht. Wunderschön ruhig.<br> Ich schlage die Augen auf. Wir liegen auf der Couch im Wohnzimmer meiner Schwester. Sie ist mit ihrer Familie im Urlaub und wir dürfen hier unterkommen. Die Vögel zwitschern schon und die Sonne taucht die Dachgiebel in goldenes Licht. Wunderschön ruhig.<br>
@ -29,7 +33,7 @@ Meinen habe ich ausversehen wieder ausgemacht und Chiaras Handy war stumm. Den Z
Es geht nach Österreich für eine Gesundheitswoche. Gebucht haben wir das über die EVG, unsere Gewerkschaft. Ein Tarifvertrag ermöglicht es uns jedes Jahr 600€ (ab sofort leider nur jedes 2. Jahr) für eine Gesundheitsreise zu investieren. Dafür muss man dann einen Kurs besuchen. Yoga, Pilates, Walking, Wassergymnastik oder wie wir: Hike & Bike im Wipptal. Es geht nach Österreich für eine Gesundheitswoche. Gebucht haben wir das über die EVG, unsere Gewerkschaft. Ein Tarifvertrag ermöglicht es uns jedes Jahr 600€ (ab sofort leider nur jedes 2. Jahr) für eine Gesundheitsreise zu investieren. Dafür muss man dann einen Kurs besuchen. Yoga, Pilates, Walking, Wassergymnastik oder wie wir: Hike & Bike im Wipptal.
Mit einem Stresspegel, der durch einen Anruf des Chefs am Morgen nicht höher sein könnte, suchen wir nach einer alternativen Verbindung. Ein ICE bringt uns nach München und zwar so, dass wir den geplanten Anschluss noch erreichen?!? <br> Mit einem Stresspegel, ähnlich des Pegels eines Jugendlichen nach seiner Jugendweihe, suchen wir nach einer alternativen Verbindung. Ein ICE bringt uns nach München und zwar so, dass wir den geplanten Anschluss noch erreichen?!? <br>
Manchmal muss man auch Glück haben. Wieso wir unbedingt 4:30 aufstehen wollten erschließt sich uns nicht mehr. Also ab unter die Dusche. Schnell noch etwas trinken und...da guckt mich meine Schwester aus dem Wohnzimmer an, wie ich nackt zum Wasserhahn gehe.<br> Manchmal muss man auch Glück haben. Wieso wir unbedingt 4:30 aufstehen wollten erschließt sich uns nicht mehr. Also ab unter die Dusche. Schnell noch etwas trinken und...da guckt mich meine Schwester aus dem Wohnzimmer an, wie ich nackt zum Wasserhahn gehe.<br>
Die sind wohl mitten in der Nacht aus dem Urlaub zurückgekommen. Das leere Schlafzimmer war offenstichtlich kein Ausreichendes Indiz ^^. Die sind wohl mitten in der Nacht aus dem Urlaub zurückgekommen. Das leere Schlafzimmer war offenstichtlich kein Ausreichendes Indiz ^^.
@ -39,7 +43,7 @@ Mit den Zügen klappt letztendlich alles und wir kommen, trotz den verschlafenen
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alt="Chiara macht ein Selfie auf dem Boden eines RailJet sitzend. Tim guckt im Hintergrund grimmig." alt="Chiara macht ein Selfie auf dem Boden eines RailJet sitzend. Tim guckt im Hintergrund grimmig."
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<p style="text-align: center;">Den RailJet München<->Innsbruck haben wir selten leer erlebt.</p> <p style="text-align: center;">Den RailJet München<->Innsbruck haben wir selten leer erlebt.</p>
@ -49,8 +53,8 @@ Mit den Zügen klappt letztendlich alles und wir kommen, trotz den verschlafenen
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## Parkhotel ## Parkhotel
Das Hotel (Parkhotel) in Matrei am Brenner hätte besser nicht sein können. Nur 100 Meter vom Bahnhof entfernt, Online-CheckIn, ein kleiner Sauna Bereich, eine kleine Parkanlage (daher wohl der Name), eine fantastische Küche und unfassbar freundliches Personal. Looking at you, Georgio! Allgemein waren alle Menschen, mit denen wir Kontakt haben sehr freundlich. Das Hotel (Parkhotel) in Matrei am Brenner hätte besser nicht sein können. Nur 100 Meter vom Bahnhof entfernt, Online-CheckIn, ein kleiner Sauna Bereich, eine kleine Parkanlage (daher wohl der Name), eine fantastische Küche und unfassbar freundliches Personal. Looking at you, Georgio! Allgemein sind alle Menschen, mit denen wir Kontakt haben sehr freundlich.
Die nähe zu Italien und die entspannte Atmosphäre der Berge scheint eine positive Wirkung auf das Gemüt der Menschen zu haben. Etwas, dass man in deutschen Großstädten sehr vermisst. Die nähe zu Italien und die entspannte Atmosphäre der Berge scheint eine positive Wirkung auf das Gemüt zu haben. In deutschen Großstädten vermissen wir das gamnz schön.
Kurz vor dem Essen lernen wir das Wochenprogramm und die Gruppe bei einem alkoholfreien Aperitif kennen. Außer uns sind noch drei Frauen dabei. Alle jeweils angestellt bei einer DB Firma. Kurz vor dem Essen lernen wir das Wochenprogramm und die Gruppe bei einem alkoholfreien Aperitif kennen. Außer uns sind noch drei Frauen dabei. Alle jeweils angestellt bei einer DB Firma.
@ -96,9 +100,9 @@ Die Idylle ist Perfekt. Die Runde um den Obernberger See ist schattig, so dass w
Irmi ist nicht nur körerlich fit, sondern auch geistig völlig ausgeglichen. Routiniert und ruhig geht sie die Wege, gibt ein perfektes Tempo vor und erklärt uns immer wieder Dinge zu Pflanzen, Fitness, Gesundheit oder lokaler Folklore. Irmi ist nicht nur körerlich fit, sondern auch geistig völlig ausgeglichen. Routiniert und ruhig geht sie die Wege, gibt ein perfektes Tempo vor und erklärt uns immer wieder Dinge zu Pflanzen, Fitness, Gesundheit oder lokaler Folklore.
Als Vorbild hat sie sich uns schon jetzt in unseren Hirnwindungen verkeilt. Als Vorbild hat sie sich uns schon jetzt in unseren Hirnwindungen verkeilt.
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alt="Chiara und Tim vor einer Gebirgskette." alt="Chiara und Tim vor einer Gebirgskette."
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<p style="text-align: center;">Auf den Berg im Hintergrund gehts am Donnerstag. <p style="text-align: center;">Auf den Berg im Hintergrund gehts am Donnerstag.
@ -144,6 +148,56 @@ Mit dem Shuttle geht es gegen 15 Uhr wieder zurück zum Hotel und was soll ich s
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## E-Mountainbike-Tour ## E-Mountainbike-Tour
Das Navis Tal, in das es am Mittwoch geht wurde uns von Irmi schon als das schönste Seitental des Wipptals angepriesen. Mit dem Bus geht es tief ins Tal nach den Namensgebenden Ort Navis. Oder andersherum?
Dort finden wir einen kleinen E-Bike-Verleih vor und davor ein paar dicke Dinger. Aus jedem Rahmen könnte man zwei bis drei Räder machen. Und auch die Reifen reichen für zwei. Also echte Monster.
Eigentlich nichts spannendes, E-Bikes sieht man mittlerweile genauso häufig wie Fahrräder. Wir waren allerdings noch nie elektrisch Unterwegs. Erst recht nicht mit einem so fetten Mountainbike.
Unsere Expeditionsleitung Randi zeigt uns auf der Karte die Almenrunde, wie heute auf dem Prgramm steht, Irgendwas um die 16 Kilometer, mit der Option selbstständig weiter zufahren.
Mointain ist in diesem Tal auf jeden Fall Programm. Wir schrauben uns in langen steilen Serpentinen mit über 8% Steigung nach oben.
Mein Ego wird hier auf die Probe gestellt, denn natürlich halte ich E-Bikes für schummeln ^^. Ohne Unterstützung merke ich schnell, dass es kaum möglich ist auf glattem Asphalt zu fahren. Während sich das Gewicht noch vertraut anfühlt, die Reiseräder sind noch schwerer, erzeugen die dicken Reifen so viel Reibung, dass man beim leichtesten Berg schon aus der puste kommt. Zumindest, wenn man mit den anderen E-Bikes mithalten will.
Auf der Schotterpiste klappt der erste Berg noch ohne Motor. Dann gebe ich auf und nutze Eco.
**ACHTUNG: Unnötiger philosophischer Ausflug**
Mir fallen Gespräche ein, in den mir gesagt wird, dass man bei Eco ja trotzdem treten muss und es anstrengend ist.
Das stimmt auch. Allerdings übernimmt Eco (klar, je nach Einstellung) mind. 60% der Arbeit. Eher mehr. Und die geistesstärke am Berg nicht höher zu Schalten muss man erstmal haben. Ein E-Bike kauft man sich aber ja nicht, um den Motor dann nicht zu nutzen...
Was will ich mit diesem Ausflug eigentlich sagen? Ich weiß es auch nicht. Es erweitert den Möglichkeitenraum von vielen Menschen. Das ist erstmal was gutes.
Für mich entwertet es das Erlebnis, den inneren Kampf und das Gefühl mir die Freiheit auf dem Gipfel selbst erkämpft zu haben. Der Motor nimmt mir diese Freiheit, denn ohne ihn gehts nicht so weit, schnell, hoch.
Die Ambivalenz ist mir durchaus bewusst. Allein das Fahrrad ist ja schon mit dem Motor zu vergleich. Freiheit ist eben immer die, der Fahrradlenkende.
**ENDE Unnötiger philosophischer Ausflug ENDE**
Die Höhenmeter, die wir machen sind beeindruckend. Normalerweise bräuchte man Stunden, Schokolade, Pausen und viel Wasser. Ein kurzes Stück Trail zwischen zwei Fahrradwegen macht eine riesen Gaudi. Die Federung und der Gripp der Reifen ist hier genau passend.
Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir die erste Alm. Dort gibt's etwas kleines zu Essen und Holunder-Brause.
Für Franzi gibt es als besondere Belohnung frische Buttermilch.
Auch mit Randi reden wir mittlerweile über verschiedene Themen. Ihr Blick auf das Leben sind erfrischend. Und machen Mut Wege zu gehen, die einfach mal anders sind, als wir es vorgelebt bekommen.
Auch sie strahlt diese stoische Ruhe und Gelassenheit aus, die uns an Irmi schon so beeindruckt hat.
Nach der Alm beginnt der Spaß erst so richtig. Ein großer Teil der erkämpften Höhenmeter wird zurückgegeben und durch schneller Bergabfahren ersetzt. Am liebsten sind mir die fast ebenen Wege mit viel "Flow" (mir fällt kein passendes deutsches Wort ein) und einer guten Aussicht.
<!-- Hier Bild von der Aussicht einfügen -->
Entsprechend schnell kommt jetzt auch die zweite Alm in Sicht. Hier trennen sich nach einem weiteren Getränk unsere Wege. Karin, Franzi, Chiare und ich entscheiden uns für die längere Runde. Hier kann ich auch endlich mein neues GPS mit den Karten von [OpenfietsMaps]() ausprobieren. Spoiler: Es war genauer als die Radkarte von Randi ;)
Für uns vier geht es nun sehr weit nach oben. Natürlich kommt am Ende des Weges wieder eine Alm :D. Hat aber geschlossen.
Der Weg, der uns hier empfohlen wurde ist kein einfacher Radweg mehr. Es ist ein roter Mountainbike Trail. Für Chiara und mich kein Problem, sind wir ausreichend fit und mit dem Bike geübt. Bei unserer Begleitung habe ich wenigstens kleine Bedenken. Die ein oder andere Stelle ist schwierig und manchmal ist schieben die sichere Variante. Am Ende haben wir es zusammen als Gruppe richtig gut gemeistert.
<!-- Gruppenbild einfügen -->
Diese Woche gibt es an allen Ecken Menschen, die man sich super zum Vorbiljd nehmen kann. Spätestens nach diesem Tag gehört Karin auch mit dazu. Ihre Kondition und Koordination ist besser als die der meisten 40+ern, die ich kenne. Und dabei ist sie über 60!!!
Wenn ich in 32 Jahren immer noch so agil, fit und abenteurlustig bin habe ich viel richtig gemacht. Danke Karin!
Nach dem Trial müssen wir nur noch ins Tal hinunter. Die Hände krampfen durch das viele Bremsen.
An der Hauptstraße angekommen entscheiden wir alle den Turbomodus auszuprobieren. Volle Kraft auf Spaß! Spätestens jetzt fahren wir E-Moped und kein Fahrrad mehr. Die 5 Kilometer fühlen sich an wie Rückenwind bei 8 Beauffort ^^.
Zum Abschluss gibts noch ein Wassereis.
Der Rest des Abends sollte euch mittlerweile bekannt vorkommen ;)
<!-- GPX View einfügen -->
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@ -151,12 +205,41 @@ Mit dem Shuttle geht es gegen 15 Uhr wieder zurück zum Hotel und was soll ich s
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## Bogenschießen und große Runde mit der Gondel ## Bogenschießen und große Runde mit der Gondel
Am Donnerstag ist das offizielle Programm vorbei. Quasi ein freier Tag.
Während andere wandern gehen oder sich Sterzing in Italien angucken entscheiden wir uns für das Optionale Angebot Bogenschießen zu gehen.
In meiner Kindheit hatte ich mit diversen Bögen zu tun und freue mich total darauf. Chiara dagegen hatte noch nie einen Bogen in der Hand.
Der freundliche Herr (sind sie hier alle) steckt uns schon bei der Fahrt zum Gelände mit seinem Enthusiasmus an. Dabei ist er selbst erst seid zwei Jahren dabei. Sein Sohn hatte ihn überredet. Eigentlich fand er das doof. Schon wieder eine Lektion, dass man immer offen gegenüber neuem sein sollte. So viel Weisheiten im Wipptal...
Wir werden ausgerüstet bekommen eine ausführliche Einweisung in die Technik und gehen dann auf eine Art Parcour durch den Wald. Aufgebaut ist das ganze fast wie Golf. Es gibt mehrere Ziele, auf welche von einer markierten Position geschossen wird. Drei Pfeile pro Person, der erste der trifft zählt. So erschießen wir Wildschweine, Rehe, Rebhühner und sogar einen Bären!
Chiara ist wirklich gut und liegt mit den Punkten nur knapp hinter unserem Lehrmeister.
Insgesamt schießen wir sehr gut.
An alle, die mal im Wipptal oder in Innsbruck sind: Klare Empfehlung -> [Link zum Bogenschießding]()
<!-- Bild Bogenschießen -->
Danach schaffen wir es noch mit der einzigen Bergbahn im Wipptal eine Wanderung zum Lichtsee zu machen. Hier oben finden wir das bisher atemberaubenste Panorama.
Bei 2/3 des Weges treffen wir Karin und Franzi, die den Rückweg antreten. Auch sie haben die Runde absolviert.
Am See angekommen drehe ich eine kleine Runde zur Erfrischung. Es sind immerhin über 25°C. Viele andere tun es mir gleich.
<!-- Bild -->
Auf dem Rückweg werde ich von einer Biene als Rastplatz/Verkehrsmittel benutzt. Mitllerweile ist auch sehr windig. Da hätte ich auch keine Lust zu fliegen.
<!-- Bild Biene -->
Sieht sie nicht plüschig aus?!
Mit Gondel und Bus verlassen wir die luftigen höhen wieder und kehren zurück ins Hotel für das letzte Abendmahl.
<!-- GPX Tour -->
Am nächsten Morgen entscheiden wir uns für einen späteren Zug als geplant. Das ausführliche Frühstück mit Karin und Franzi wollen wir uns einfach nicht nehmen lassen!
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Gesundheitsreisen erklären **War sehr schön. GaliGrü an Franzi und Karin.**
**War sehr schön. GaliGrü an Franzi und Karin.** Gesundheitsreisen erklären