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2026-09-17 16:29:06 +02:00
150cae844f done 2026-09-17 16:25:11 +02:00
Chiara
1e6a1d7983 review 2026-09-17 16:10:23 +02:00
b7871c75d4 blocksatz 2026-09-16 14:53:54 -04:00
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b9959eca6b struktur bulgarienartiekl 2026-09-14 20:22:15 +02:00
22 changed files with 199 additions and 16 deletions

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"Chiara"
"Chiara",
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BIN
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@ -46,18 +46,27 @@ Evtl. ist es das gleiche wie die Beschreibung.
Textus schreibus .
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Lorem ipsum dolor sit amet.
### Zwischenüberschrift
Lorem Ipsum <BlogLink text="Lorem Ipsum" url="https://www.loremipsum.com/" />.
Lorem Ipsum
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**Hier ist Platz für ein Schlusswort.**
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@ -65,9 +74,4 @@ Lorem Ipsum <BlogLink text="Lorem Ipsum" url="https://www.loremipsum.com/" />.
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**Hier ist Platz für ein Schlusswort.**
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@ -0,0 +1,174 @@
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title: Bulgarien
subtitle: Harter Stahl im schwarzen Meer
description: Die nächste Etappe der Bootsbesichtigungen startet. Dieses Mal werden wir nicht nur ein Wochenende weg sein, wie in Belgien, sondern ganze 2 Wochen. Das erfordert viel Planung und saubere Unterwäsche. Eine Geschichte von Bulgarien, einem Stahlschiff und langen Reisen.
image:
path: titelbild_bulgarien.webp
alt: Chiara und Tim haben ihre Beine auf einem Steinwall liegen. Im Hintergrund sieht man das Meer.
author: Tim
date: 2026-09-15
slug: bootsuche-bulgarien
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import BlogLink from '../../components/blog/BlogLink.astro'
import SingleImage from '../../components/blog/SingleImage.astro'
import DoubleImage from '../../components/blog/DoubleImage.astro'
Wart ihr schonmal in Bulgarien? Wir nicht. Das schwarze Meer kennen vermutlich die meisten noch. Gerade, durch den russischen Angriffskrieg kommt das immer mal in den Nachrichten. Sonst hört man von Bulgarien nicht viel. Umso gespannter sind wir auf dieses Land...
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## Erster Eindruck
Wir landen. Gerade habe ich noch den Artikel zu Belgien fertig geschrieben. Es passiert so viel, dass ich gar nicht mehr hinterherkomme. Hoffentlich wird's auf dem Boot nicht so spannend. Sonst artet das noch in Arbeit aus. Die haben wir schließlich absichtlich hinter uns gelassen.
Vom Flughafen fährt direkt eine Metro zum Bahnhof. Der Kontrast zwischen den 80er Ticketautomaten und dem kontaktlosen zahlen am Drehkreuzen lässt uns schmunzeln. Wir nehmen die Automaten. Super, um Kleingeld loszuwerden. Eine Fahrt kostet 80 Cent. Egal wohin. Keine Zonen, keine Tarife, nix. So weit so einfach.
Am Bahnhof angekommen schlängeln wir uns durch die Gassen einer toten Einkaufslandschaft bestehend aus vielen Minishops. 90% davon sind leerstehend. Ein martialisches Soviet-Denkmal weißt den Weg zu der großen Halle. Der Bahnhof selbst ist sehr schmucklos und aus einer ähnlichen Zeit, wie das Denkmal.
Einzig ein riesiges Mosaik, dass ankommende Reisende begrüßt, ist ein Hingucker.
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alt="Chiara vor einem alten Soviet Monument."
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Ticketautomaten sucht man hier vergeblich. Irgendwo steht bestimmt einer, muss aber versteckt sein. Alles andere funktioniert über einen der vielen Ticketschalter. Acht von ihnen sind geöffnet. Früher konnte aus etwa 20 von ihnen verkauft werden. Die Dame, von der wir die Tickets erwerben wollen ist zum Glück ruhig und routiniert. Sie spricht sogar ein wenig Englisch, denn etwas wie unseren FIP (Internationale Vergünstigungen für Bahnpersonal) hat sie noch nicht gesehen. Nach etwa 10 Minuten Dinge eintippen und suchen, bekommen wir unsere Tickets. Sie scheint sich Sorgen zu machen, dass wir in Bulgarien noch mehr Bahn fahren wollen und tackert kurzerhand einen kleinen Zettel mit einer Bulgarischen übersetzung an die Ausweise. Absolut pragmatisch. Wir haben ein Upgrade bekommen. Фип+!
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alt="FIP mit angetackertem Zusatz auf bulgarisch."
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Zum Mittag gönnen wir uns noch die restlichen Leberkäsebrötchen, die wir in Nürnberg gerettet haben. Uns wird bei jedem Bissen gewahr, warum wir so etwas nicht mehr kaufen. Aber wegschmeißen wäre schlimmer. Wir haben uns einen netten Platz draußen neben einer alten ausgestellten Dampflok gesucht. Noch ca. 3 Stunden bis zur Abfahrt.
Wie wir da so sitzen, schlendert ein Mann, schätzungsweise Anfang 30, an uns vorbei und sagt etwas auf Bulgarisch. Englisch spricht er auch ganz gut und beschließt seine Zigarette direkt neben uns zu verköstigen. Der Wind steht ungünstig. Er fragt uns ein paar Dinge. Eigentlich ganz nett. Aber auf die Wendung, die dieses Gespräch jetzt nimmt sind wir nicht vorbereitet. Um es kurz zu machen: Er mag Deutschland nicht, aufgrund der Geschichte. Bzw. weil Bulgarien zwei Mal mit DE gekämpft hat und somit auch verlor. In dem Krieg der bald kommt (wir sind auch ahnungslos) hofft er, dass Bulgarien dann auf einer anderen Seite kämpft. Türken und Griechen mag er auch nicht. Aber ein großer Fan von China. An dieser Stelle offenbart er uns, dass er sich selbst als Rassist bezeichnet. Sein Job: Autos verkaufen, auf dem Bau und an sich selbst arbeiten. Wild!
Die Unterhaltung liegt schwer im Magen. Vielleicht ist es auch nur der Leberkäse. Es hilft dem ersten Eindruck wenig. Immerhin verschwindet er genauso plötzlich, wie er gekommen ist. Den Rest der Wartezeit verbringen wir dann doch lieber in der Bahnhofshalle. Draußen sind zu viele ominöse Gestalten.
Endlich ist es soweit, unser Gleis steht an der großen Tafel. Besonders hilfreich finden wir die Angabe 1N leider nicht. Obwohl ich extra im Flugzeug die kyrillische Schrift gelernt habe und das N als I erkenne, kommt mein Gehirn auf Norden. Well done. Am Gleisabschnitt 1 East(Изток) angekommen ergibt es schon mehr Sinn. Ausgeschildert war das alles leider nicht.
Der Zug besteht aus rumpeligen, abgenutzten Wagen, wie man es nach dem Sehen des Bahnhofs erwarten würde. Dafür, dass wir für eine 6 Stundenfahrt nur ca. 6€ bezahlen, kann man natürlich auch keine Neuwagen anschaffen. Unser 8er Abteil ist bis auf 2 Plätze besetzt. Zum Glück ist noch ein Platz für Chiara frei. Die Reservierungen waren von den Nummern her nebeneinander...nur leider in verschiedenen Wagen.
Wir kommen mit der Familie im Abteil ins Gespräch. Die Tochter, internationale Augenspezialistin, spricht sehr gutes Deutsch. Lernte sie in der Schule. Außerdem Englisch, Italienisch, Spanisch, Bulgarisch und zwei weitere, die ich vergessen habe. Ihre Eltern leben seit einiger Zeit in Schweden, weil dort der Job als LWK-Fahrer besser bezahlt wird. Nach kurzer Zeit haben alle drei reges Interesse an unseren Plänen. Die Tochter spielt fast nur noch Übersetzerin. Die drei Stunden, in denen wir alle möglichen Themen abklappern, fliegen nur so vorbei. Als wir uns dann verabschieden müssen, haben wir uns gegenseitig ins Herz geschlossen. Die Mutter ist besonders traurig und verdrückt sogar eine Träne. Wir haben versprochen sie in Göteborg zu besuchen, wenn wir mit dem Boot dort sind.
Der Abschied zieht sich in die Länge. Um genau zu sein auf drei weitere Stunden! Ein Waldbrand auf der Strecke vor uns hat etwas gegen unsere weiterfahrt. Ohne zu wissen, was genau los ist und wie es weitergeht nervt das besonders. Informationen gibt es nur, wenn man das Zugpersonal beim telefonieren belauscht. Zum Glück haben wir unsere eigenen Übersetzer noch bei uns. Nach einer Stunde steht der grobe Plan den Brand mit Bussen zu umfahren und auf der anderen Seite in den dort wartenden Zug einzusteigen. Zwei Stunden später ist es dann tatsächlich auch soweit. Zum Glück gibt es hier viel Schatten und einen Trinkbrunnen. Immerhin sind es 28°C bei strahlend blauen Himmel.
Tatsächlich klappt mit dem Busen und Ersatz-Zug alles. Kurz vor Mitternacht liegen wir dann in unserem Hotel am Stadtrand von Burgas. Der zweite Zug war übrigens ein alter InterCity von der DB ;).
Nach 22 Stunden auf den Beinen...schlafen wir sehr schnell ein.
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alt="Ein alter IC der deutschen Bahn, der nun ohne Kissen an den Sitzen von der BDZ betrieben wird."
description="Keine Kissen für uns :("
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## Das Boot
Am nächsten Morgen lassen wir das Hotelfrühstück links liegen und holen uns im Kaufland nebenan so etwas ähnliches wie Frühstück. Um 8 entspannt essen ist nicht, da werden wir freundlicherweise schon vom Bootseigner abgeholt. Auch Zahnpasta haben wir seit Gestern Abend keine mehr. Die Zeit, um auf dem Parkplatz Zähne zu putzen, haben wir aber noch.
Ein Mann, schätzungsweise ende 30, bringt uns nach Nessebar. Dort liegt seine Reinke aus Stahl. Etwa zwei Stunden erkunden wir jeden Winkel. Ein sicheres Boot, aber auch viel kaputt. Viele Reparaturen und Upgrades sind "russisch" gemacht. Immer wenn wir nach bestimmten Wartungsthemen fragen, kriegen wir ein "Ja ja, hab ich gemacht" als Antwort. So richtig glauben wir daran nicht. Auch die Kabinenaufteilung und Größe gefällt uns nicht auf Anhieb. Die Umstände haben sicher etwas damit zu tun, aber so richtig wohl fühlen wir uns nicht. Wer weiß, was noch alles kaputt ist. Spätestens, als er uns erzählt, dass das Boot 11 kn segelt und keine Leichtwindsegel bräuchte, weil es kein schnelles Boot ist, fühlen wir uns bestätigt. Fun Fact: Er fährt nur mit Vorsegeln, nie mit dem Groß...
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alt="Die Reinke von schräg hinten."
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Zusätzlich wurden wir von nicht weniger als drei Bulgaren gewarnt, dass man hier bei solchen Käufen gerne mal übers Ohr gehauen wird. Das räumt dem unguten Gefühl noch mehr Priorität ein.
Um die Eindrücke sacken zu lassen besuchen wir Old Nessebar. Eine wunderschöne byzantinische Stadt, deren Portal direkt neben dem Hafen liegt. Und schon wieder ist es ein UNESCO-Weltkulturerbe (wie Brügge). An einer Bäckerei gönnen wir uns leckere Teigtaschen gefüllt mit Käse und Spinat.
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alt="Aufnahme von der kleinen Halbinsel auf der Old Nessebar steht."
description="Old Nessebar"
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Nun warten wir auf den Bus nach Pomorie, um uns endlich in unserer Unterkunft breit zu machen.
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<br />
## Zwangsurlaub
Da wir das nächste Boot in England erst in sechs Tagen besichtigen können und das Boot in Spanien die Woche danach, müssen wir die Zeit hier irgendwie herumkriegen. Tatsächlich ist es um einiges günstiger hierzubleiben, als einen Zwischenstopp in Deutschland zu machen. Wir haben also quasi keine andere Wahl. Auf geht's zum ersten Urlaubsziel:
### Pomorie
Unsere Heimat für die nächsten vier Tage. Genauso wie Burgas ist Pomorie eine kleine Stadt, die auf Tourismus ausgelegt ist. Viele Restaurants, Bars, Vergnügungsfahrten mit komischen Piratenbooten, ein Riesenrad...was Touris halt geil finden.
Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen haben, ein mini Bungalow im Hinterhof eines Hauses (mit einem Kiwi-Baum!!!), gehen wir an den Strand. Dort trete ich erst mal auf eine Art Dorn und mein Fuß fängt an stark zu bluten. Während Chiara drängt zum Arzt zu gehen, freue ich mich auf das Wasser. Auch heute sind es schon wieder um die 30°C. Das Salzwasser wird der Wunde schon gut tun.
Die Strandabschnitte gehören größtenteils den Hotels. Entsprechend reihen sich mietbare Schirme und Liegen aneinander. Dazwischen dürfen immer wieder kleine Streifen existieren, der "Public Beach".
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alt1="Ein kleiner Tisch und zwei Hocker vor unser Unterkunft in Pomorie. Darauf steht gebratenes Gemüse für das Abendbrot."
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alt2="Tim, der eine über einen Föhn gezogene Socke trockenföhnt."
description="Die reisefreien Tage nutzen wir zum kochen und Wäsche waschen"
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Beim schlendern sehen wir viele Menschen, die sehr dreckig sind. Also nicht ungepflegt, sondern voller Schlamm. Am nächsten Tag entdecken wir auch warum. Weiter hinten am Salzsee holen die Menschen "Heilschlamm", um sich dann am Strand damit einzureiben. Die Liste der heilenden Versprechen ist lang, die der Nebenwirkungen nicht existent. Solltet ihr Probleme irgendeiner Art haben...suhlt euch :D.
Realtalk: Das hoch konzentrierte Salz darin soll gut sein. Angenehm ist's bestimmt.
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alt="Ausblick vom Rand Pomories auf das Meer."
description="Viele schöne Ecken in Pomorie"
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### Burgas
Nachdem wir in Pomorie einen großteil der Stadt abgelaufen sind, beschließen wir einen Tag in Burgas zu verbringen. Die Stadt ist wesentlich größer. Nach dem schlendern durch die Innenstadt und einem guten Mittag gehen wir in den riesigen Park, der Burgas vom Meer trennt. Hier finden wir ruhige Natur, einen tollen Blick aufs Meer, beindruckende Denkmäler und entdecken immer wieder unerwartete Dinge. Dazu gehören unter anderem eine Sandskulpturen Ausstellung und eine Hobbithöhle.
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alt1="Chiara kniet auf ihren Schuhen, neben einer kleinen Hobbit-Höhle, wie man sie aus dem Herr der Ringe Universum kennt."
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alt2="Chiara, vor einer Sandskulptur die ganz viele Lemminge zeigt."
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alt="Die bulgarische- und Europa-Flagge wehen über den Wipfeln des Parks Seite an Seite im Wind."
description="Seid dem 01.01.2026 hat Bulgarien den € als Landeswährung"
/>
Abends kehren wir nach Pomorie zurück und bereiten uns auf den nächsten Tag, die lange Rückreise nach Sofia, vor.
Belustigt haben uns die ausländischen Busse, die hier im Nahverkehr eingesetzt werden. Manche französisch, spanisch, aber meistens deutsch. Immer noch mit Originalwerbung und Zielanzeiger mit "Hintertupfingen". Oder Konterfei sowie Werbung der Deutschen Bahn. Immer wieder einen Schmunzler wert :)
### Sofia
Dieses Mal läuft die Zugfahrt ohne Probleme. Nur das Ticket zu bekommen war schwieriger. Die Frau am Schalter sprach kein Englisch. Nach langem herumtelefonieren stellte sie uns doch zwei Tickets aus und ließ uns...1,02€ bezahlen? Wir müssen sehr doof ausgesehen habe, denn sie gab uns zu bedeuten, dass sie den Zwanziger in meiner Hand nicht akzeptieren würde. Es waren auch tatsächlich die richtigen Tickets. Nur mit 100% Rabatt. Sie dachte wohl, dass wir eine Freifahrt haben. Dabei sind es nur 50% Ermäßigung. Steht auch so drauf. Die Reservierung muss allerdings immer komplett gezahlt werden. Beschwert haben wir uns nicht. Fehler passieren. Da sind wir großzügig ;P
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src="bulgarien/fahrkarte.webp"
alt="Ticket mit dem Vermerk von 100% Rabatt."
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Vom Bahnhof in Sofia, dem Tiefpunkt dieser Reise, geht's in ein schnuckeliges Hostel, Vier-Bett-Zimmer.
Sauberes Bad, Spind mit Code, Matratzen, die Rückenschmerzen verursachen. Alles, was man braucht.
Den folgenden reisefreien Tag verbringen wir damit der vom Hostel vorgeschlagenen Tour durch die Stadt zu folgen. Sofia hat viele schöne und beeindruckende Gebäude. Angefangen bei den Regierungsgebäuden, besonders dem Sitz der kommunistischen Partei sowie Kirchen, Moscheen, Parks und die Synagogen.
Die Sicherheitskontrolle für den Eintritt in die Sofijska Sinagoga ist krass. Volles Programm. Wie am Flughafen. Inkl. dessen, dass Chiara sich für ihren ungewöhnlichen Nachnamen rechtfertigen muss. Das Innere ist beeindruckend. Ganz anders als christlichen Kirchen ist es hier warm, hell und bunt. Gerochen hat es auch gut. Wie Räucherkerzen. Viel einladender als dunkle kalte Gemäuer z.B die der Alexander-Newski-Kathedrale. Vergleicht gerne selbst.
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alt1="Weitwinkelaufnahme der Synagoge in Sofia. Ein 3 Tonnen Kronleuchter schmückt die Mitte."
src2="bulgarien/kirche.webp"
alt2="Weitwinkelaufnahme der Alexander-Newski-Kathedrale. Wie große Kirchen halt so aussehen."
description="Links: Synagoge Sofia, Rechts: Alexander-Newski-Kathedrale"
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In einem der Parks sind wir dann sogar noch auf ein Stück Berliner Mauer gestoßen. Wo man die nicht überall findet...
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**Jetzt sitzen wir hier am Flughafen (ehrlich gesagt liege ich gerade in Südspanien in einem Park) und gucken belustigt zu, wie RyanAir den Leuten Geld für zu großes Handgepäck abnimmt. Wir nennen es: Flughafenkino.
Mit unserem Gepäck hatten wir bisher keine Probleme. Auch die Menge an Klamotten (6 Unterhosen) erweist sich als absolut ausreichend.
Wir verabschieden uns von Bulgarien. Der weitere Weg führt uns durch das nächtliche Milano nach London. Die gewonnen Eindrücke werden noch eine Zeit brauchen, bis sie verarbeitet sind. Erstmal bleibt dafür aber wenig Zeit. Wenn ich Bulgarien beschreiben müsste, wäre es folgendes: "Es ist hier, wie in diesem einen Viertel deiner Stadt, wo du Nachts nicht durchgehen würdest und es sich auch tagsüber nicht so toll anfühlt. Kulturell ist's auch ein bisschen anders. Irgendwie auch ganz nett.". Also im übertragenen Sinn. Ihr wisst schon. Wir sehen uns in England! Ciao**